Kaum sind sechs jahre nach dem Erscheinen von Jeremy Rifkins legendärem Buch „Access, Das Verschwinden des Eigentums“ vergangen,
entdeckt auch „schon“ die IT-Branche die Shareconomy. Nun, liebe IT-Messe, vor Dir haben das schon Millionen Eltern, die keine überteuerte Kleinkind-Kleidung mehr wollen, Flohmarktbesucher, die lieber Echtzholzmöbel und Porzellan aus der Mottenkiste als Plastikmüll frisch aus der Fabrik möchten, die Besucher von Leih- und Tauschbörsen und nicht zu vergessen aller Büchereien in aller Welt, Mitwohn und -fahrbörsen etc. gewusst. Nur dass jetzt ein Geschäft draus werden soll, weil den Herstellern all der Güter, die in Zukunft geteilt werden, irgendwann die Felle davonschwimmen. Hoffen wir, dass da noch etwas von den idealistischen Ansätzen der Anfangszeit übrig bleibt. Sonst führt die Share-Economy namlich nur dazu, dass den Leuten, die durchs Teilen sparen wollen, am Ende das Geld an einer anderen Stelle aus der Tasche gezogen wird, statt sie vom Zwang des ewigen Geldverdienens zu entlasten. Wer weniger ausgibt, muss nämlich auch weniger verdienen und daher weniger arbeiten. Das fördert nur leider nicht das Bruttosozialprodukt, dafür aber den nachhaltigen Umgang mit zeit und Ressourcen. Mal sehen, welcher Impuls am Ende den Sieg davonträgt.

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